Portrait des Monats

Juli: Akanthus

Wie ein Szepter ragt der Blütenstand des Akanth (Acanthus hungaricus) aus dem Blumenbeet. Acanthus (griech.) heißt „der Dornige“, das ist leicht übertrieben, denn mit den harten Stacheln der Disteln kann er es nicht aufnehmen.

Die Blüte ist zwischen zwei Deckblättern eingezwängt, das untere schützt mit wehrhaften Stacheln.

Was den Akanth im europäischen Kulturkreis bekannt machte, waren jedoch nicht seine Blüten, sondern seine Blätter:

Sie dienten bereits in der Antike als Vorlage für ein viel verwendetes Ornamentmuster, das sogar die Säulenkapitelle griechischer Tempel schmückte. Wie das folgende Bild zeigt, erreichte das Akanthusornament sogar den Norden Europas.

Dass als Bestäuber nur große, kräftige Insekten wie die Hummeln in Frage kommen, ist verständlich. In Crassier am Genfer See konnte ich jedoch die „passenden“ Bestäubungspartner fotografieren: Holzbienen! Genauere gesagt handelte es sich dabei um die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea), ein dicker Brummer mit knapp 30 mm Körperlänge.

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