Portrait des Monats

Jänner: Stechpalme

Knallrot leuchten die Beeren aus dem wintergrünen Laub der Stechpalme (Ilex aquifolia). Die Farbe dient in zweierlei Weise der Warnung. Lass mich in Ruhe, sonst stech ich dich! Und außerdem: Alles an mir ist giftig, also Hände weg von mir!

Dem aufmerksamen Beobachter allerdings entgeht nicht, dass die Laubblätter ab einer gewissen Höhe keine wehrhaften Dornen mehr tragen. Das leuchtet ein, denn dahin gelangen keine Fressfeinde mehr. Man nennt diese Zweigestaltigkeit der Blätter Heterophyllie.

So auffallend die Beeren sind, die Blüten werden meist übersehen.

Selbst das skelettierte Blatt greift man besser nicht an. Kein Wunder, dass sich in kriegerischen Zeiten die Leute früher in „Stechlaubwäldern“ in Sicherheit gebracht haben. Hast du gewusst, dass Hollywood seinen Namen der Stechpalme verdankt? Der Angloamerikaner nennt die Stechpalme nämlich „holly“.

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